UV-Belastung am Arbeitsplatz

Wer im Freien arbeitet, darf die Gefahren durch die Sonne nicht unterschätzen und muss sich entsprechend schützen. Deshalb sollte man zum Beispiel auch bei Hitze nicht mit freiem Oberkörper arbeiten, empfiehlt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua).

Außerdem verwendet man am besten eine Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30. Wenn möglich, arbeitet man am besten im Schatten und meidet die intensive Sonneneinstrahlung von 11.00 bis 15.00 Uhr. Um die Augen zu schützen, trägt man am besten eine Sonnenbrille mit CE-Kennzeichen und mindestens der Kategorie zwei.

Die Verhinderung arbeitsbedingter Hautkrebserkrankungen durch die Sonne sollte höchste Priorität besitzen. Der Schutz der Beschäftigten muss durch wirksame Lösungen zum Sonnenschutz und deren praxisgerechte Umsetzung gewährleistet sein. Dazu zählen organisatorische Maßnahmen wie das Verschiebung der Arbeitszeiten, das Tragen geeigneter, vor UV-schützender Kleidung sowie das Auftragen von Hautschutzmitteln zum Hautschutz.

Die richtige Menge macht's

Empfohlen werden mindestens 2 mg Sonnencreme pro cm² Haut: Für den Kopf (inkl. Hals & Nacken), Hände und Unterarme eines Erwachsenen sind dies ungefähr 3 Teelöffel oder 15 g Produkt. Außerdem muss regelmäßig nachgecremt werden. Wer als Outdoor Worker also wochenlang mit einer 100 ml Tube Sonnencreme auskommt, macht definitiv etwas falsch.

Experten raten auch von den derzeit beliebten Sonnenschutz-Sprays ab: Einerseits verfliegt ein Großteil des wichtigen Schutzproduktes bereits bei der Anwendung ungenutzt, andererseits ist die tatsächlich aufgetragene Produktmenge nur schwer einschätzbar. Besser und sicherer ist daher eine leicht verteilbare Schutzlotion.

Weitere Informationen

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat gemeinsam mit den Unfallversicherungsträgern die DGUV-Arbeitshilfe „Hautkrebs durch UV-Strahlung“ entwickelt (Link).

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